Kanzleisitz Brandenburg:14532 Kleinmachnow, Schillerstraße 4,  Kontakt: Telefon 033203-20024, Fax: 033203-182803, Funktelefon: 01723207445,  Email: rathsch@gmail.com

Zweigstelle Berlin-Dahlem: 14195 Berlin, Podbielskiallee 13, Telefon: 030-84107485, Fax: 030-84107481

 Email-Adresse: rathsch@gmail.com 


Neue VW-Skandale: Porsche-Diesel / AUDI-A8 / VW Tuareg 3.0   ------------  Stand: 28.12.2017

Die Rechte des Besitzers eines Fahrzeuges der Marken  

 VW - Audi - Seat - Skoda 

 mit 1,2 L oder 1.6 L oder 2.0 L Dieselmotor sind vielfältig:

 (Gilt jetzt auch für PORSCHE (Cayenne / Macan-S) und AUDI A7 und A8 (2009 bis 2013)  und MERCEDES-Dieselmotoren OM 642 bzw. OM 651, die jeweils eine Abschalteinrichtung verbaut haben und auch für Fahrzeuge von allen anderen Herstellern mit

"freiwilligem" Rückruf)

In

 Betracht kommen folgende Ansprüche der betroffenen Besitzer von Neu-, Gebraucht- und Leasingfahrzeugen:

 - Vertragliche Ansprüche: 

     - aus Gewährleistung

    - aus Herstellergarantie (bei Audi: neues Austauschfahrzeug)

    - aus der Konformitätsgarantie

  insbesondere

    - Nacherfüllung des Vertrages (alle Modelle: neues Austauschfahrzeug)

    - Schadensersatz

    - Rückabwicklung des  Vertrages

    - Minderung des Kaufpreises

 

- Gesetzliche Ansprüche alternativ zur Gewährleistung bis Ende 2018:

     - Rückgewähr  (§ 123 BGB, Anfechtungsfrist 1 Jahr ab Kenntnis)

     - Schadensersatz (§§ 823 ff. BGB) 

  

In der VW-Abgasaffäre ist es ratsam, einen erfahrenen Rechtsanwalt zu beauftragen, denn es handelt sich bei den verschiedenen Ansprüchen weitgehend um juristisches Neuland. Individuelle Beratung ist deshalb notwendig. Selbst bei Kaufverträgen seit Oktober 2015 bis heute können Ansprüche  begründet sein.

Ich vertrete  überregional eine Gruppe Geschädigter, die hauptsächlich auf ein neues Fahrzeug gegen Vertragshändler des VW-Konzerns und gegen AUDI klagen (insbes. aus der Audi-Herstellergarantie).. 

Dass die Klagen selbst bei abgelaufenen Gewährleistungsfristen in Einzelfällen erfolgversprechend sein können, ebenso nach einem installierten Software-Update, zeigen verschiedene Urteile zum VW-Skandal (s.o. unter "VW verurteilt"). 

Die zusätzliche Anfechtungsfrist wegen arglistiger Täuschung ist zu beachten. Hier ist stets sofortiges Handeln erforderlich.

Die Rechtswidrigkeit der VW-Rückrufaktion ist ebenfalls offensichtlich, denn das KBA hält sich nicht an die bestehenden EU-Vorschriften. Verschiedene Klagen gegen das KBA habe ich deshalb frühzeitig erhoben - Urteile sind in Kürze zu erwarten. Dem RÜCKRUF sollte deshalb vorerst NICHT  gefolgt und der TÜV ggfls. vorzeitig gemacht werden. Meine Kanzlei bereitet entsprechende Klagen und ggfls. einstweilige Anordnungen gegen den TÜV und die zuständigen Straßenverkehrsbehörden vor.

 

Da für VW ein sehr hohes Prozeßrisiko besteht,  ist zu  erwarten, dass VW langfristig in den Klageverfahren - wie jetzt bereits in Einzelfällen, die i.d.R. nicht an die Öffentlichkeit dringen dürfen - nachgibt. Wer nicht klagt, bleibt entschädigungslos, da auch die Politik die Geschädigten im Stich gelassen hat. VW verkündet beständig, dass freiwillig keinerlei Zahlungen in Deutschland geleistet werden. VW hofft, dass die meisten Ansprüche endgültig verjähren - spätestens Ende 2018 (Anspruch aus unerlaubter Handlung) - mit dem freiwilligen Verjährungsverzicht ist es bereits weitgehend vorbei. Obwohl VW großspurig verkündete hatte, dass ein Verzicht bis Ende 2017 erklärt werde, ist dies nach meiner Erfahrung jetzt nicht mehr der Fall, denn selbst einige der 100%igen Töchter der VW AG erheben jetzt bewußt die Einrede der Verjährung bezüglich der Gewährleistungsansprüche und die VW AG verweigert jetzt den Verjährungsverzicht in einem Fall in dem die VW AG selbst als Verkäuferin aufgetreten ist. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

 

Trotz des Softwareupdates verbleibt es bei Mängel- und Schadensersatzansprüchen, denn es besteht der begründete Verdacht, dass - auch wenn das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) das Softwareupdate  akzeptiert - der Abgasmangel nicht vollständig behoben wird und weitere Folgemängel entstehen werden. Eigene technische Dauertests nimmt das KBA nämlich nicht vor. Ein arglistig getäuschter Käufer muß außerdem vom gleichen Unternehmen keinen Nachbesserungsversuch akzeptieren.  

Die Rechtsschutzversicherungen sind zur Deckungszusage für eine anwaltliche Vertretung verpflichtet. Viele Versicherungen wimmeln Betroffene ab oder erklären, dass keine Aussicht auf Erfolg bestehe, obwohl VW vielfach verurteilt wurde. Widerspenstige Versicherungen wie Rechtsschutz Union und ARAG wurden erfolgreich auf Deckung verklagt - ebenso richteten sich Klagen gegen die DEVK und den ADAC und die HUK und WGV die ihre Verweigerungshaltung überwiegend aufgegeben haben. Vorbildlich verhält sich weiterhin uneingschränkt die NRV Rechtsschutzversicherung.  

Im Porsche-Diesel-Skandal sind die Versicherungen ebenso verpflichtet die Deckung zu erteilen, wie bei den Diesel-Skandalen der übrigen Hersteller.

 

 

Für eine Beratung oder Vertretung wären folgende Unterlagen (zur raschen Bearbeitung wegen laufender Fristen möglichst gescannt per Email) hilfreich:

 - Händler-Exposé und/oder Hersteller-Prospekt und/oder Datenblatt des Händlers. 

 - individuelles schriftliches Angebot des Händlers

 - Kopie von Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief (Vorder- und Rückseite)

 - EU-Übereinstimmungsbescheinigung = EU-Konformität (wird dem Kfz-Brief beigefügt)

 - Angabe des aktuellen Kilometerstandes

 - Korrespondenz mit Händler oder Hersteller

 - Angabe evtl. vorhandener Schäden am Fahrzeug

 - Name und Anschrift von Zeugen, welche die  Kaufabwicklung bezeugen können

 - Rechtsschutzpolice und ursprüngliche Versicherungsbedingungen (falls vorhanden)

 - Kaufvertrag oder Kaufantrag/Bestellung und/oder Rechnung bzw. Bestätigung des Händlers

 - Geschäftsbedingungen (AGB) des Händlers 

 - Bei AUDI: Kopie des Serviceheftes mit Wartungsbestätigungen und Garantiebedingungen


Klagen zu Porsche Cayenne / Macan S - siehe auch Website:

MAZ 

Märkische Allgemeine Zeitung vom 4.8.2017.

 

Interview mit Rechtsanwalt Thomas Schmidt und Diesel-Geschädigten (siehe obigen Link).

 


4.1.2017 / 21.3.2017 Sensationsurteile in Regensburg und Offenburg: VW-Händler wurden erstmals zur Nachlieferung eines kostenlosen fabrikneuen PKW aus der aktueller Serienproduktion verurteilt

VW-Skandal - Urteile gegen Händler zur Kostenlosen Neulieferung: LG Stuttgart Az. 7 O 68/17, LG Stralsund Az. 4O 396/16, LG Aachen Az. 12 O 347/16 v. 8.6.17, LG Landau Az. 2 O 250/16 v. 13.6.17 sowie weitere Urteile zum Donwload

Download
1) Neulieferungsurteil: Käufer erhält kostenloses neues Fahrzeug
Händler muß ein 2010 erworbenes Fahrzeug gegen ein neues Fahrzeug austauschen.
LG Zwickau,7 O 370-16, Urt.v.12.05.2017.
Adobe Acrobat Dokument 685.9 KB
Download
2) Sensationsurteil zum VW-Skandal des LG Regensburg vom 4.1.2017
Neulieferung gegen Rückgabe des Skandalfahrzeugs
LG Regensburg 7 O 967-16 vom 04.01.2017.
Adobe Acrobat Dokument 1'015.3 KB
Download
3) Am 21.3.2017 verurteilt das LG Offenburg -3 O 77/16- einen VW-Händler ebenfalls zur kostenlosen Neulieferung eines VW Tiguan
Ein im Januar 2014 gekaufter Skandal-Tiguan muß gegen ein neues aktuelles Nachfolgemodell ausgetauscht werden.
LG Offenburg.pdf
Adobe Acrobat Dokument 699.1 KB
Download
4) Kostenlose Neulieferung
Kläger erhält einen neuen Passat
LG Arnsberg 24.03.2017-I-2 O 375-16.pdf
Adobe Acrobat Dokument 829.4 KB
Download
5) VW Urteil 11.5.2016: LG Detmold (9 O 140/16) verurteilt zur kostenlosen Neulieferung
Händler muß einen 2013 gekauften Tiguan ersetzen
Urteil LG Detmold 9 O 140-16 v. 11.5.17.
Adobe Acrobat Dokument 528.9 KB
Download
6) Neulieferung eines VW Golf Trendline 1,6 L
Händler muß einen 2011 gekauften Golf ersetzen
LG Neuruppin 1 O 170-16, 24.05.2017.pdf
Adobe Acrobat Dokument 1.1 MB
Download
7) Audi A1 Neulieferung
Händler muß einen 2014 gekauften Audi A1 TDI, 1,4 L ersetzen
LG Osnabrück 5 O 2218-16,31.05.2017.pdf
Adobe Acrobat Dokument 1'023.9 KB
Download
8) Skoda Yeti Model 2012 kostenlose Neulieferung
Händler muß nagelneuen Skoda Yeti liefern aus der aktuellen Serie
LG Bielefeld 13.06.2017-6O226-16.pdf
Adobe Acrobat Dokument 375.7 KB
Download
9) Audi A1 Neulieferungsanspruch
Autokauf 2011 mit Klausel zu Modelländerungen. Das Gericht urteilt: „Insoweit gestattet Ziff. IV.6 der Neuwagen-Verkaufsbedingungen es dem Käufer auch, den bestellten Wagen durch einen anderen zu ersetzen, soweit dies für den Käufer zumutbar ist“.
LG Landau 13.06.2017 Az 2 0 259-16.pdf
Adobe Acrobat Dokument 714.0 KB
Download
10) LG Aachen Neulieferung
LG Aachen vom 08.06.2017, Aktenzeichen: 12 O 347/16 (Tiguan), hat ebenfalls
entschieden, dass sich die aktuellen Modellreihen sich nicht so deutlich von den Vorgängerbaureihen unterscheiden, dass die Nachlieferung eines neuen Autos daran scheitern würde.
LG Aachen 08.06.2017 Az 12 O 347-16.pdf
Adobe Acrobat Dokument 658.3 KB
Download
11) VW Touran Neulieferung
LG Offenburg 9.06.2017 Az 3 0 240-16.pdf
Adobe Acrobat Dokument 1.1 MB
Download
12) Skoda Superb Neulieferung
LG Bochum entschied am 21.9.2017 zugunsten des Klägers - er erhält kostenlos ein neues Auto
LG Bochum 21Sept2016 Az I-4 O 102-16 Neu
Adobe Acrobat Dokument 485.5 KB
Download
13) Neulieferung ohne Nutzungsentschädigung AUDI Q3
LG Arnsberg urteilt am 3.11.2017 erneut zugunsten eines VW-Geschädigten
lg_arnsberg_I-4_O_398-16 Neulieferungg.p
Adobe Acrobat Dokument 425.5 KB

                14) LG Potsdam Neulieferung-Urteil vom 24.11.2017- 6 O 36/17

                VW wurde verurteilt, einem Geschädigten  ein mangelfreies fabrikneues typengleiches Ersatzfahrzeug aus                      der  aktuellen Serienproduktion zu liefern. Modellpflege oder auch nur ein „Facelifting“ sind dabei unbedeutend

                Die Neulieferung sei nicht unmöglich, auch, wenn das betroffene Modell nicht mehr produziert werde.                                Vielmehr  beziehe sich der Nachlieferungsanspruch auf die Lieferung eines Neuwagens aus der aktuellen                         Serienproduktion dieses Fahrzeugtyps. Denn die Neuerungen des Neufahrzeugs würden im Vergleich zum                      älteren Modell nur leichte Veränderungen darstellen.

 

               Die Neulieferung sei unverhältnismäßig, weil durch das Aufspielen des Software-Updates der Mangel behoben                 werden könne. Denn diese Art der Nachbesserung sei für den Kläger mit erheblichen Nachteilen verbunden.                   Hierbei komme es nicht darauf an, ob die Nachbesserung den Mangel tatsächlich beseitigt oder nicht. Denn                     schon die kontroverse Diskussion in der Öffentlichkeit würde dazu führen, dass der tatsächliche Fahrzeugwert                 beeinträchtigt werde.


VW-Skandal: Neulieferung Übersicht LG und OLG

Download
Übersicht zur Rechtsprechung Neulieferung ohne Nutzungsentschädigung
Die ersten drei Oberlandesgerichte äußern sich zum Neulieferungsanspruch: Oberlandesgericht Oldenburg, 13 U 54/17,
Oberlandesgericht München, 8 U 1710/17, und Oberlandesgericht Stuttgart, 3 U 133/17
Neulieferung LG und OLG.pdf
Adobe Acrobat Dokument 43.0 KB

Download
Landgericht Arnsberg, Az. I-2 O 254/16, vom 3.3.2017 - Rücktritt vom Vertrag
Händler muß PKW gegen Nutzungsentschädigung zurücknehmen.
LG Arnsberg I-2 O 254-16.pdf
Adobe Acrobat Dokument 489.9 KB
Download
Die arglistige Täuschung der VW-AG ist dem Händler zuzurechnen - LG Köln Beschluß v. 30.5.17, Az. 32 O 219/16
Im Falle eines Audi Zentrums bestätigt das LG Köln am 30. Mai 2017 durch Beschluß die Auffassung, dass das Verhalten der VW-AG dem Vertragshändler grundsätzlich zuzurechnen ist. Hieraus folgt u.a., dass die Gewährleistungsfrist auch aus diesem Grunde erst Ende 2018 abläuft.
LG Köln Beschluß 30.5.17-32 O 219-16.pdf
Adobe Acrobat Dokument 840.7 KB

VW-Abgasaffäre geht 2018 weiter - Keine TÜV-Plaketten?

30.12.16 SWR-online meldet: Keine TÜV-Plaketten ab 1. Juli? 2017

Die Kanzlei Schmidt erhebt Klagen gegen KBA / TÜV/ Zulassungsstellen / Straßenverkehrsbehörden, da die Anweisungen und Stilllegungsandrohungen rechtswidrig sind.

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------  17.11.16 Handelsblatt meldet: Kraftfahrt-Bundesamt droht mit Entzug der Zulassung.  Meine Kanzlei erhebt deshalb die bundesweit erste Klage vor dem Verwaltungsgericht gegen das KBA.  Die Main-Post stellt den Fall des 90-jährigen Klägers dar (https://m.mainpost.de/ueberregional/wirtschaft/mainpostwirtschaft/VW-Abgasskandal-Gemuendener-wehrt-sich;art9485,9426262): "Mit mir nicht: Ein Rentner aus Gemünden will die Rückrufaktion von VW nach dem Abgas-Skandal stoppen lassen."  


VW bietet erfolgreichen Klägern Vergleiche an 

Focus-Online meldet:

"Dieselgate: 2017 müssen Volkswagen-Kunden eine wichtige Entscheidung treffen!  ...die Gewährleistungsansprüche verjähren Tag für Tag - und Ende 2017 ist endgültig Schluss ... 

Zudem möchte VW möglichst Urteile pro Verbraucher vermeiden. Daher werden bei absehbarem Prozessverlust Vergleichsangebote unterbreitet, die einem Totalanerkenntnis entsprechen ...“  Vollständiger Artikel abrufbar unter: http://www.focus.de/auto/experten/vw-skandal-fragen-und-antworten-dieselgate-2017-bringt-fuer-viele-vw-kunden-ein-boeses-erwachen_id_6429370.html

Erste Klage gegen Audi AG erfolgreich abgeschlossen

LG Potsdam 24.10.2016 / 9.12.2016 (6 O 143/16): AUDI-GARANTIE, 

Äußerst erfolgreiche Gerichtsverhandlung gegen die AUDI in dem bisher deutschlandweit einzigen Abgasskandal-Klageverfahren gegen die Audi AG

Wie an an dieser Stelle prophezeit, verlangt der VW-Konzern Verschwiegenheit bei Abschluß von Vergleichen, sodass die Erfolge der Kläger in den Einzelheiten nicht an die Öffentlichkeit dringen dürfen.

Der Kläger erwarb einen gebrauchten Audi A4 und verlangte Anfang 2016 die Neulieferung eines fabrikneuen PKW aus der aktuellen Serie aus dem Audi-Garantie-Vertrag. Das Gericht sah den Anspruch in der mündlichen Verhandlung als begründet an.

Hierzu Potsdamer Neueste Nachrichten, Artikel v. 23.10.16 online: http://www.pnn.de/potsdam/1124362/

"PROZESS UM ABGAS­SKANDAL IN POTSDAMKäufer will Audi gegen Neuwagen tauschen " 


 

News:

- 23.9.16 Skandalurteil: LG Berlin gibt Skodafahrer nicht Recht: http://m.maz-online.de/Brandenburg/Diesel-Gate-Skodafahrer-legt-sich-mit-VW-an 

- 22.3.17:

 Erstmals sind im VW Skandal die Volkswagen AG und ein Händler gleichzeitig dazu verurteilt worden den PKW zurückzunehmen. Das Landgericht Karlsruhe, Urteil vom 22.03.2017, 4 O 118/16, hat die Volkswagen AG wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung nach § 826 BGB zum Schadensersatz verurteilt. 


17.1.2017 Weitere Sensation, erwirkt von der Kanzlei Rogert & Ulbrich Rechtsanwälte, Düsseldorf: (LG Hildesheim, Az. 3 O 139/16) Kaufpreis von VW zurück - vorsätzliche sittenwidrige Schädigung (siehe oben meine Extraseite)

Download
VW muß Skandalfahrzeug zurückkaufen
VW verurteilt wegen unerlaubter Handlung und sittenwidriger Schädigung
LG Hildesheim Urteil v 17-1-17.pdf
Adobe Acrobat Dokument 2.0 MB

Porsche-Cayenne-Fahrer klagt

Märkische Allgemeine: Nach dem Abgasgipfel - Verunsicherung an der Diesel-Basis

Download
Märkische Allgemeine vom 4.8.2017 - Interview mit Rechtsanwalt Schmidt, Berlin-Kleinmachnow
Porschefahrer fühlt sich betrogen und klagt gegen das Porsche Zentrum Berlin-Brandenburg (Kleinmachnow) und die Porsche AG
MAZ Nach dem Abgasgipfel.pdf
Adobe Acrobat Dokument 120.9 KB

Artikel der MAZ-Online vom 4.8.2017: 

Auszug: „Der Händler sagte: Wir sind die Guten“

Einen richtigen Nobel-Hobel (84 000 Euro) hat sich der Versicherungs-Generalvertreter Andreas Tischmacher aus Kade (Jerichower Land), direkt hinter der Landesgrenze nach Sachsen-Anhalt, geleistet. Vor anderthalb Jahren fuhr er ins Porschezentrum Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark) und bestellte einen Porsche Cayenne mit Drei-Liter-Turbodieselmotor. Tischmacher hatte Brandgeruch, als er sich auf den Weg machte, Diesel-Gate hatte den Porsche-Mutterkonzern VW schon in die Schlagzeilen gebracht. Der 56-Jährige fragte den Verkäufer: „Ist da auch keine Schummelsoftware drin?“ Er habe die Antwort erhalten: Nicht bei Porsche! „Wir sind die Guten, hat man mir gesagt“, so der Neuwagen-Käufer.

Vor einer Woche nun hat das Bundesverkehrsministerium einen Zulassungsstopp für den Cayenne erlassen, sogar genau für den 3,0-Liter-Turbodiesel. ..."

Vollständiger Artikelabrufbar:

"Verunsicherung an der Diesel-Basis" - Porsche-Cayenne-Fahrer fühlt sich betrogen

 https://porsche-abgasskandal.jimdo.com/maz-online-porsche-cayenne-wir-sind-die-guten/


Audi A8 KBA-Pflicht-Rückruf

Spiegel Online meldet am 3.11.2017 unter http://www.spiegel.de/auto/aktuell/audi-a8-rueckruf-was-der-konzern-seinen-kunden-verschweigt-a-1176301.html

"Rückruf des A8 Was Audi seinen Kunden verschweigt

Ausgerechnet Audis Flaggschiff entpuppt sich als extreme Dreckschleuder. Einen amtlich verordneten Rückruf mehrerer Tausend A8 versucht der Hersteller nun als Servicemaßnahme zu kaschieren.Von Gerald Traufetter

Die Pressemitteilung von Audi liest sich wie die Ankündigung einer dieser Serviceaktionen, die Autokunden zuhauf in ihrem Briefkasten finden. Ein Software-Update werde Besitzern von Diesel-A8 angeboten. Der Eingriff solle "unter anderem beim Start des kalten Motors schneller optimale Betriebsbedingungen für das Abgasreinigungssystem" bewirken. Keinerlei Nachteile bei Verbrauch oder Fahrverhalten seien zu befürchten. Das klingt wie ein kleiner technischer Lapsus, ein "Sachverhalt", wie es in der Mitteilung aus Ingolstadt heißt, den Audi "selber festgestellt" habe.

Was der Hersteller verschweigt, sind die wahren, für den Konzern peinlichen Ausmaße, die sich hinter dieser dürren Mitteilung und dem Rückruf von europaweit 5000 A8 mit TDI-Achtzylindermotor und Euro-6-Zulassung verbergen.

Das Modell mit über 400 PS, 4,2 Liter Hubraum und einem Einstiegspreis von mehr als 80.000 Euro bricht beim Stickoxidausstoß alle Negativrekorde innerhalb des Konzerns. Und auch im Vergleich zu den Manipulationen der Konkurrenz landet der A8 der abgelaufenen Modellreihe im wenig ruhmreichen Spitzenfeld.

Prüfer des Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) haben laut SPIEGEL-Informationen bei den Diesel-A8, die im Zeitraum zwischen September 2013 und August 2017 produziert wurden, Emissionswerte von bis zu 2000 Milligramm pro Kilometer gemessen. Erlaubt sind 80 Milligramm.

So verwandelt sich der A8 in eine Dreckschleuder

Die Audi-Ingenieure sind bei der Luxuslimousine offensichtlich besonders unverfroren mit der Programmierung von Abschalteinrichtungen vorgegangen, die dafür sorgten, dass der Wagen im Labor alle Messwerte einhält, auf der Straße diese aber reißt: Das Reinigungssystem für Stickoxide funktioniert offensichtlich nur bei sommerlichen Temperaturen. Denn schon bei unter 19 Grad Celsius regelt die Motorensteuerung die Anlage herunter. Eine Grenze, die nicht zufällig gewählt sein dürfte: Bei den Zulassungsmessungen im Labor herrschen Temperaturen von 20 bis 25 Grad Celsius.

Die Experten des KBA gingen zudem noch anderen Hinweisen nach. Wenn der für die Stickoxidreinigung notwendige Tank mit AdBlue fast leer ist, regelt die Software die Einspritzung der Harnstofflösung herunter. Offensichtlich wollte man den Kunden keine Wiederauffüllung von AdBlue zwischen den Service-Intervallen zumuten. Das sollen die Untersuchungen des KBA ergeben haben, heißt es aus Regierungskreisen.

Umweltschützer deckten die miserablen Emissionswerte auf

Das KBA hatte die Anordnung für den Rückruf bereits wegen einer Abschalteinrichtung in der Motorensoftware nach SPIEGEL-Informationen bereits am vergangene Freitag an Audi geschickt. Besonders verwundern dürfte die Beamten nun die Behauptung des VW-Konzerns, dass die ganze Aktion von Audiselber ausgegangen sei. Dabei waren es Messungen der Deutschen Umwelthilfe (DUH), die in diesem Sommer die Behörden erst dazu veranlasst hatten, genauer beim A8 hinzusehen.

Das KBA wurde damals im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums tätig. Audi hingegen hätte seit Auffliegen des Dieselbetrugs im September 2015 Zeit gehabt, die Manipulationen zu melden. Stattdessen musste das Ministerium erst eine Gruppe interner und externer Fachleute einsetzen, um das Verhalten des Wagens zu verstehen. Als die dramatischen Befunde auf dem Tisch lagen, sollen die VW-Juristen sich noch so lange gegen den Vollzug des amtlichen Rückrufs gesträubt haben, bis auch die letzten Exemplare des Diesel-A8 verkauft waren.

Jetzt fahren in Deutschland 3660 Exemplare der insgesamt 5000 vom Rückruf betroffenen A8 mit Stickoxid-Rekordwerten durch die Gegend und tragen dazu bei, dass die Messstationen in deutschen Städten wie Stuttgart, München und Düsseldorf eine gewaltige Überschreitung der Grenzwerte registrieren. Aus diesem Grund dürften Verwaltungsgerichte schon für Anfang kommenden Jahres Fahrverbote anordnen.

Das Modell dient als Staatskarosse - Besonders peinlich: Audi hatte den A8 an viele Ministerien in Bund und Land als Dienstkarosse für Minister und Staatssekretäre geliefert. Auch im Kanzleramt war der Wagen im Einsatz - keine wirklich glanzvolle Zurschaustellung deutscher Ingenieurskunst.

Die fleißigen Audi-Techniker werden zwischenzeitlich ihre neue Abgas-Software einer "ausführlichen Wintererprobung" unterziehen, kündigten sie öffentlich an. Diese werde dann "voraussichtlich im ersten Quartal 2018 zur Verfügung stehen". Die detaillierte Anfrage des SPIEGEL zu den Vorwürfen beantwortete Volkswagen lediglich mit der Zusendung der offiziellen Pressemitteilung. "